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12.01.2021 < ADLER.Modemärkte.Pleite. Was rate ich als Fachanwalt Modefachgeschäften in der Krise?
Information

I. ADLER ist einer der größten Textilhändler Deutschlands (142 Märkte in Deutschland).
Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft(AG) ging die AG 2011 an die Frankfurter Börse.
Adler machte in 2019 495 Millionen Euro Umsatz bei einem Vorsteuergewinn in Höhe von 70 Millionen.

Adler hat am 11.11.2021 einen Insolvenzantrag gestellt. 

Es war die Konsequenz aus coronabedingten Umsatzeingbrüchen und der Schließung fast aller Standorte bis mindestens Ende Januar 2021, die zu Liquiditätslücken geführt hat - trotz solider Bilanzen und Finanzierungszusagen. 

Es wurde eine Insolvenz in Eigenverwaltung eingeleitet, bei der die Geschäftsleitung im Amt bleibt und das Gericht einen (vorläufigen) Sachwalter, RA Christian Gerloff, als "Aufsicht"einsetzte.

Der Geschäftsbetrieb soll aufrechterhalten werden - das Ziel ist eine Sanierung durch ein Insolvenzplanverfahren. Gläubiger werden wahrscheinlich auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen. Eine Schwierigkeit wird sein, die alte Winterware abzusetzen und neue Ware für das Frühjahr und den Sommer zu finanzieren - bei völligen offener Planungsmöglichkeit über die Corona - und Marktentwicklung. 

Der Verband befürchtet, dass Tausende von Modegeschäft mit 100.000 Beschäftigen gefährdet sind. 

II. Was rate ich der Modehaus Muster GmbH in Musterstadt in der Krise?

1. Insolvenz- und Sanierungsberater organisieren, der die Geschäftsleitung bei allen insolvenzrechtlichen Fragen begleiten kann

2. Vermeidung strafbaren Handeln (Insolvenzverschleppung, Eingehungsbetrug. Buchführungsdelikte, Vorenthaltung von Sozialversicherungsbeiträgen)
- perfekte Liquiditätsplanung- und Liquidätsüberwachung 
- keine Bestellung von Waren ohne Sicherstellung der Zahlung bei Fälligkeit

3. Vorbereitung des Insolvenzantrags in Eigenverwaltung 

4. Suche eines geeigneten Sachwalters, den man vorschlagen kann

5. Absprachen mit Hauptgläubigern wegen Eigenverwaltung

6. Rechtzeitige (zulässige) Insolvenzantragsstellung

7. Nutzung der insolvenzrechtlichen Werkzeuge zur Sanierung
- Insolvenzgeld
- Beendigung oder Anpassung ungünstiger Verträge
- Wahlrecht ausüben bei nicht erfüllten Verträgen uvm.

8. Erstellung eines Insolvenzplanes

9. Abstimmung des Ínsolvenzplanes mit wesentlichen Beteiligten

10. Nach der Eröffnung des Verfahrens Abstimmung über den Insolvenzplan.

11. Nach Planbestätigung und -erfüllung erfolgt die Aufhebung des Insolvenzverfahrens.

12. ERGEBNIS: Erfolgreiche Sanierung in 6 Monaten.

Für Rückfragen oder Hilfe stehe ich Ihne gerne zur Verfügung.

Hermann Kulzer MBA
Fachanwalt für Insolvenzrecht
Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
Wirtschaftmediator(uniDIU) 

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Verfasser: Hermann Kulzer
 
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