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20.10.2020 < Krise und Insolvenzen in 2020/2021. Oder: kommt eine Insolvenzwelle?
Information

Im ersten Halbjahr 2020 wurden acht Prozent weniger Insolvenzen als in 2019 gemeldet.
Im Juli 2020 gab es nach der Darstellung des Statistischen Bundesamts einen Rückgang der Insolvenzen von 30 Prozent.  Warum gibt es in Zeiten von Corona sogar einen Rückgang der Insolvenzen und nicht die schon vor langer Zeit prognostizierte Insolvenzwelle?
Ist die Lage für die Unternehmen tatsächlich so gut oder ist es die Ruhe vor dem Sturm?

Die einfache Antwort: Es gab staatliche Hilfen für Unternehmen in Form von Liquiditätshilfen und -darlehen und es gab das Kurzarbeitergeld. Dies hat vielen Unternehmen nochmals Luft verschafft.

Die erwartete Insolvenzwelle kommt dennoch, sie verzögert sich nur.

Insolvenzbedroht sind insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen. Die Bedrohung soll stärker sein als in Zeiten der Finanzkrise 2008. Grund ist, dass diesmal die gesamte Wirtschaft beeinträchtigt ist. In der Finanzkrise 2008 stieg die Quote von Unternehmensinsolvenzen deutscher Unternehmen um 12 Prozent. 

Wenn die Beeinträchtigungen durch Corona nicht kurzfristig enden- was völlig unwahrscheinlich ist- wird der Anstieg von Insolvenz die Quote von 12 Prozent von 2008 weit übertreffen- prognostizieren Wirtschaftsinstitute.

Ab 11/2020 werden zahlreiche Selbstständige, Gewerbetreibende und mittelgroße Firmen Insolvenz beantragen, die zahlungsunfähig sind. Der Anstieg der Insolvenzen wird in den ersten beiden Quartalen von 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 15 bis 18 Prozent steigen. 

Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei bestehender Zahlungsunfähigkeit endete zum 30.09.2020. Der Geschäftsführer einer GmbH/UG/AG muss bei Eintritt der Insolvenzreife die Insolvenz einleiten, wenn es keine Sanierungsmöglichkeit (innerhalb von 3 Wochen) gibt.

Eine Verlängerung der Aussetzung für den Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit hätte die Probleme weiter aufgestaut und dann eine unkontrollierbare Insolvenzwelle verursacht. Zombieunternehmen sollen nicht andere Unternehmen gefährden.

 

Sie haben Fragen zur Krise und zum richtigen Handeln in der Krise?

Wir beraten und helfen Ihnen gerne. Kontakt: 

  • Hermann Kulzer MBA
  • Fachanwalt für InsR
  • Fachanwalt für HR und GR
  • Wirtschaftsmediator (DIU)
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  • Kulzer@pkl.com
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Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt
 
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