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Corona-Krise
Durch den Corona Virus gibt es weltweit eine Wirtschaftskrise.
Geschäftsführer und Vorstände sind jetzt besonders gefordert.
Sie sollten rechtzeitig Berater einschalten, wenn Ihr Unternehmen selbst betroffen ist. 

14.09.2020 < (Ver)handeln in der Corona-Krise
Information

Durch die Corona-Pandemie und die Einschränkungen sind viele Unternehmen in die Krise geraten.

Geschäftsführer bangen um die Zukunft ihres Unternehmens- oft sind sie sehr gereizt.

Wie kommt man heil durch und aus der Krise?

Es müssen wichtige Weichen gestellt und Konflikte geklärt werden:

I. Was bieten/können wir?

Wir sind Mediatoren vom Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeit- der Regionalgruppe Sachsen. 

  • Wir bieten an, Ihnen bei den Verhandlungen zu helfen- auch online.
  • Wir verbessern den Verhandlungsprozess.
  • Wir moderieren die Verhandlung.
  • Mit uns vermeiden Sie (eher als allein) unnötige Zuspitzungen des Streits und lange Gerichtsprozesse.
  • II. Konfliktarten (Beispiele)

    • Gesellschafterkonflikt: Neue Mittel durch Gesellschafter sind erforderlich-
      wer kann wann, was einbringen?
    • Geschäftsführerstreit:
      Geschäftsführer wollen unterschiedliche Wege beschreiten:
      Welcher Weg ist der richtige und machen alle mit?
    • Gläubigerauseinandersetzung:
      Gläubiger können nicht bei Fälligkeit bedient werden.
      Gewähren sie eine Stundung oder den erforderlichen (Teil)erlass?

    III. So könnten die Fragen in Ihrem Fall aussehen: 

    1. Was will die eigene Partei?

    2. Was will die andere Partei?

    3. Was passiert, wenn die Verhandlung scheitert?

    4. Was sind die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen?

    5. Was ist mein Beitrag zum Erfolg, um ein Scheitern zu vermeiden und die Zukunft zu sichern?

    6. Was wünsche ich mir von der anderen Partei?

    7. Was ist der Vorteil einer einvernehmlichen Verständigung? 

    8. Wir einigen uns und dokumentieren das.

    Für Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

     

    Hermann Kulzer MBA

    Wirtschaftsmediator (DIU)

    BMWA Sachsen 

     

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    Verfasser: Hermann Kulzer, Wirtschaftsmediator, Konfliktklärer
    10.09.2020 < Erfolgreich durch die Unternehmenskrise: ohne Strafe- ohne persönliche Haftung- ohne Schummelei
    Information Ein Unternehmen in Zeiten der Corona-Pandemie zu führen, ist eine besondere Herausforderung. Durch coronabedingte Einschränkungen mussten viele Unternehmen erhebliche Umsatzausfälle hinnehmen - manche hatten wochenlang überhaupt keinen Umsatz. 
    Es gab den schwersten Wirtschaftseinbruch in der Nachkriegsgeschichte.

    Unklar ist, wie sich COVID 19 entwickelt und welche Auswirkungen COVID 19 auf die Wirtschaft hat. Wie werden sich die Märkte entwickeln? 

    Welche Einnahmen hat man in den nächsten Monaten und wie kann man die Ausgaben entsprechend anpassen? Wie will man das planen? 

    Wer eine GmbH/ AG oder GmbH & CoKG leitet, darf trotz des Vorliegens einer Zahlungsunfähigkeit warten und muss keinen Insolvenzantrag stellen.

    Viele vernachlässigen allerdings zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht überhaupt vorliegen.

    Viele Geschäftsführer haben Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und Subventionen beantragt und so eine sofortige Insolvenz vermieden.  

    Manche haben aber gar nicht geprüft, ob die Voraussetzungen- zum Beispiel die nach dem, COV-Insolvenzaussetzungsgesetz in ihrem Fall überhaupt einschlägig sind.

    Manche schummeln oder - wenn es bewusst erfolgt- betrügen und haben Kurzarbeitergeld bezogen, obwohl die Beschäftigten voll weitergearbeitet haben.

    Aktuell kann dies vom Zoll, der für die Verfolgung von Verdachtsfällen zuständig ist, nicht alles überprüft werden. Der Schwerpunkt der Behörden und Verwaltung lag anfänglich in der schnellen Auszahlung der Hilfen. 
    Alles wird aber in der Zukunft aufgearbeitet werden, dann gibt es viele Ermittlungsverfahren, falls man nicht dokumentieren kann, dass alles ordnungsgemäß gelaufen ist. 
    Es ist daher von zentraler Bedeutung vorher Fachberater/ Fachanwälte zu Rate zu ziehen und nicht erst, wenn konkrete Angriffe/ Ermittlungen von Behörden kommen.

    Fachberater/ Fachanwälte können mit Ihnen klären: 
    • Darf man die Gesellschaft fortführen?
    • Wie lange darf man warten mit dem Insolvenzantrag?
    • Was bedeutet der Stichtag 31.9.2020?
    • Wie wird- wenn erforderlich- die Insolvenz beantragt?
    • Welche Vorteile und Voraussetzungen hat eine Eigenverwaltung - wo also der bisherige Geschäftsführer weiterhin "am Ruder bleibt"?
    • Darf man in der Krise überhaupt noch Einkaufen und Verträge abschließen?
    • Wo sind die Grenzen und ab wann ist der Tatbestand des Eingehungsbetruges erfüllt?
    • Wie kann man eine persönliche Haftung als Geschäftsführer vermeiden und wo gibt es besondere Fallstricke?
    • Wie sieht ein zulässiger Gläubigerantrag in der Corona- Pandemie-Krise aus?
    Eine der wichtigsten Fragen  für einen Geschäftsführer sollte sei:


    WIE VERMEIDE ICH DIE BEGEHUNG EINER INSOLVENZSTRAFTAT (da hier die Folgen fatal sind)?
    1. Nach einer Verurteilung kann der Verurteile kein Geschäftsführer mehr sein (5 Jahre)
    2. Volle persönliche Haftung für Zahlungen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit
    3. Mögliche Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung oder Eingehungsbetrug

    Zur Vermeidung von Strafrechtsverstössen wird dies nachfolgend detaillierter dargestellt. Es ersetzt allerdings keine (erforderliche) persönliche Beratung beim Fachanwalt: 
    • DIE AUSSETZUNG DER INSOLVENZANTRAGSPFLICHT WEGEN COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetz – COVInsAG - GREIFT NUR, WENN DIE ZAHLUNGSUNFÄHIGKEIT CORONABEDINGT IST UND 
    • ES MUSS ERFOLGVERSPRECHENDE SANIERUNGSAUSSICHTEN GEBEN 
    • DIES REGELT: Artikel 1/ Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz
    • COVInsAG §1 Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
      Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags nach § 15a der Insolvenzordnung und nach § 42 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus (COVID-19-Pandemie) beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.
      War der Schuldner am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen.
      Ist der Schuldner eine natürliche Person, so ist § 290 Absatz 1 Nummer 4 der Insolvenzordnung mit der Maßgabe anzuwenden, dass auf die Verzögerung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 keine Versagung der Restschuldbefreiung gestützt werden kann. Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend.
      CORONA-ERLEICHTERUNGEN
    • Für Insolvenzantragspflichtige, die bis zum 31.12.2019 zahlungsfähig waren, streitet eine Vermutung dafür, dass die Insolvenzreife auf der Covid-19-Pandemie beruht.
    • Die an die Insolvenzreife geknüpften Zahlungsverbote (§ 64 Satz 1 GmbHG, § 92 Abs. 2 Satz 1 AktG) werden gelockert, um Geschäftsführer und Vorstand vor Haftungsgefahren zu schützen.
    • Die Neuaufnahme von Krediten in der Krise wird anfechtungs- und haftungsrechtlich privilegiert.
    In welchen Bereichen können wir Sie beraten? 
    • (Positve) Fortbestehensprognose (Aufstellung und Dokumentation)
    • GESCHÄFTSFÜHRERVERTRAG: AUSGESTALTUNG
    • VERMEIDUNG und AUFKLÄRUHNG in Sachen GESCHÄFTSSFÜHRERHAFTUNG
    • BERATUNG/COACHING IN DER KRISE
    • Liquiditäts- und/oder Sanierungsgutachten 
    • Tool zur laufenden Prüfung und Planung der Liquidität
    • Risikomanagement
    • Schulungen und Beratung von Aufsichtsräten, Beitriebsräten  ua. 
    • WIR (Steuerberater, Fachanwälte für Insolvenzrecht, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater) HELFEN PERSÖNLICH ODER PER VIDEOCHAT.
    KONTAKT: 
    • Hermann Kulzer MBA
    • Fachanwalt für Insolvenzrecht
    • Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
    • Kulzer@pkl.com
    • 0351 8110233 

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    Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt für Insolvenzrecht
    30.04.2020 < Rechtliche Folgen für Unternehmen durch CORONA-Gesetze ( im Gesellschaftsrecht und Insolvenzrecht)
    Information Zahlreiche Verbände warnen vor einer drohenden Insolvenzwelle durch die Coronavirus-Krise. 
    Sie erwarten einen bundesweiten Nachfrageeinbruch - in betroffenen Regionen bricht der Umsatz tatsächlich dramatisch ein. 1/5 aller betroffenen Unternehmen befürchten, dass die Krise in eine Insolvenz führen kann. Die COVID-19-Pandemie entfaltet also negative Auswirkungen auf die Menschen und die Wirtschaft. 

    Welche rechtlichen Auswirkungen hat das COVID-19-Virus für Unternehmer/ Geschäftsführer/Vorstände/Unternehmen/Vereine?

    1. INSOLVENZREIFE: Pflicht zur Insolvenzeinleitung unter Umständen ausgesetzt
    2. Zahlungsverbote in der Insolvenzreife: unter Umständen ausgesetzt
    3. Insolvenzanfechtung für Rechtshandlungen in der Corona-Krise unter Umständen eingeschränkt
    4. Sanierungsdarlehen von Banken kein Beitrag zur Insolvenzverschleppung

    Zu 1. Die Insolvenzantragspflicht und die Zahlungsverbote wurden bis zum 30. September 2020 ausgesetzt, es sei denn die Insolvenz beruht nicht auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie oder es besteht keine Aussicht auf die Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit.
    Zudem werden Anreize geschaffen, den betroffenen Unternehmen neue Liquidität zuzuführen und die Geschäftsbeziehungen zu diesen aufrechtzuerhalten.
    Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum wird auch das Recht der Gläubiger suspendiert, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen.
    Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie die Regelung zum Eröffnungsgrund bei Gläubigerinsolvenzanträgen soll im Verordnungswege bis zum 31. März 2021 verlängert werden können.

    Zum Gesetz: COVInsAG: §1 Aussetzung der Insolvenzantragspflicht
    Die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags nach § 15a der Insolvenzordnung und nach § 42 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Dies gilt nicht, wenn die Insolvenzreife nicht auf den Folgen der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus (COVID-19-Pandemie) beruht oder wenn keine Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. War der Schuldner am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig, wird vermutet, dass die Insolvenzreife auf den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beruht und Aussichten darauf bestehen, eine bestehende Zahlungsunfähigkeit zu beseitigen. Ist der Schuldner eine natürliche Person, so ist § 290 Absatz 1 Nummer 4 der Insolvenzordnung mit der Maßgabe anzuwenden, dass auf die Verzögerung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Zeitraum zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 keine Versagung der Restschuldbefreiung gestützt werden kann. Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend.

    ZU 2. und 3: diese sind in § 2 (Folgen der Aussetzung) des Gesetzes geregelt:

    (1) Soweit nach § 1 die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags ausgesetzt ist,
    1. gelten Zahlungen, die im ordnungsgemäßen Geschäftsgang erfolgen, insbesondere solche Zahlungen, die der Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebes oder der Umsetzung eines Sanierungskonzepts dienen, als mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters im Sinne des § 64 Satz 2 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, des § 92 Absatz 2 Satz 2 des Aktiengesetzes, des § 130a Absatz 1 Satz 2, auch in Verbindung mit § 177a Satz 1, des Handelsgesetzbuchs und des § 99 Satz 2 des Genossenschaftsgesetzes vereinbar;

    2. gilt die bis zum 30. September 2023 erfolgende Rückgewähr eines im Aussetzungszeitraum gewährten neuen Kredits sowie die im Aussetzungszeitraum erfolgte Bestellung von Sicherheiten zur Absicherung solcher Kredite als nicht gläubigerbenachteiligend; dies gilt auch für die Rückgewähr von Gesellschafterdarlehen und Zahlungen auf Forderungen aus Rechtshandlungen, die einem solchen Darlehen wirtschaftlich entsprechen, nicht aber deren Besicherung; § 39 Absatz 1 Nummer 5 und § 44a der Insolvenzordnung finden insoweit in Insolvenzverfahren über das Vermögen des Schuldners, die bis zum 30. September 2023 beantragt wurden, keine Anwendung;

    3. sind Kreditgewährungen und Besicherungen im Aussetzungszeitraum nicht als sittenwidriger Beitrag zur Insolvenzverschleppung anzusehen;

    4. sind Rechtshandlungen, die dem anderen Teil eine Sicherung oder Befriedigung gewährt oder ermöglicht haben, die dieser in der Art und zu der Zeit beanspruchen konnte, in einem späteren Insolvenzverfahren nicht anfechtbar; dies gilt nicht, wenn dem anderen Teil bekannt war, dass die Sanierungs- und Finanzierungsbemühungen des Schuldners nicht zur Beseitigung einer eingetretenen Zahlungsunfähigkeit geeignet gewesen sind. Entsprechendes gilt für

    a) Leistungen an Erfüllungs statt oder erfüllungshalber;
    b) Zahlungen durch einen Dritten auf Anweisung des Schuldners;
    c) die Bestellung einer anderen als der ursprünglich vereinbarten Sicherheit, wenn diese nicht werthaltiger ist;
    d) die Verkürzung von Zahlungszielen und
    e) die Gewährung von Zahlungserleichterungen.


    HERMANN KULZER MBA
    • FACHANWALT FÜR INSOLVENZRECHT
    • FACHANWALT FÜR HANDELS- UND GESELLSCHAFTSRECHT
    • WIRTSCHAFTSMEDIATOR(UNI)
    • SITZ: DRESDEN
      EINSATZORTE: CHEMNITZ. LEIPZIG, COTTBUS, BERLIN, MÜNCHEN, AUGSBURG
    • KULZER@PKL.COM
    • 0351/8110233
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    Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt für Insolvenzrecht Wirtschaftsmediator
    08.04.2020 < Keine Steuern in der Corona-Krise? Stundung, Vollstreckungsstopp - Tipps vom Steuerberater Schmidt
    Information

    Viele Unternehmen und Betriebe leiden derzeit an unverschuldeten Umsatzrückgängen. Gleichzeitig können die laufenden Kosten oft gar nicht oder nur langsam abgebaut werden. Dies kann dazu führen, dass gesunde Unternehmen völlig unverschuldet in Finanznöte geraten, insbesondere was die Ausstattung an Finanzmittel angeht. Es muss daher dringend verhindert werden, dass Liquidität aus dem Unternehmen unnötigerweise abfließt. Um dies zu gewährleisten, hat die Bundesregierung entsprechende Maßnahmen beschlossen.

    Der Steuerberater kann hier schnell und effektiv Hilfestellung leisten:

    • Herabsetzung der Vorauszahlungen für Ertragsteuern (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) auf Grund der in kürzester Zeit gesunkenen Ertragserwartung für das Jahr 2020. Hierbei ist es erforderlich darzulegen, dass auf Grund der bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Umsatzausfälle ein niedrigeres als den bisher festgesetzten Vorauszahlungen zugrundeliegendes zu versteuerndes Einkommen 2020 zu erwarten ist. 

    • Es besteht die Möglichkeit, die Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer zu stunden. Bis zu einer etwaigen bundeseinheitlichen Regelung gilt Folgendes: 

    Auf die üblichen Stundungszinsen in Höhe von 0,5 % pro Monat können die Finanzämter im konkreten Einzelfall teilweise oder ganz verzichten, wenn glaubhaft gemacht wird, dass für die fehlende Liquidität die Corona-Epidemie ursächlich ist.

    • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) bzw. Säumniszuschläge wird bis zum 31.12.2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

    Neben diesen von der Bundesregierung vorgesehenen Maßnahmen empfehlen wir aber auch die nachfolgenden Überlegungen, um die Liquiditätssituation zu verbessern.

    • Zu prüfen ist, sich die im Februar geleistete Sondervorauszahlung auf die Umsatzsteuer durch einen Widerruf der Dauerfristverlängerung zurückerstatten zu lassen. Konsequenz dieser Maßnahme wäre die Einreichung der Umsatzsteuervoranmeldung zum 10. des Folgemonats und nicht erst auf Grund der Dauerfristverlängerung zum 10. des übernächsten Monats.

    • Zudem sollten Unternehmer die Umsatzsteuerberechtigungen bei Entgeltminderungen im Fokus haben. Werden Rechnungen von Kunden nicht oder nur teilweise bezahlt, kann bereits gegenüber dem Finanzamt erklärte und abgeführte Umsatzsteuer zum aktuellen Zeitpunkt bzw. im aktuell laufenden Voranmeldungszeitraum berichtigt werden. Voraussetzung ist, dass mit einem Zahlungsausfall sehr wahrscheinlich zu rechnen ist. 

    • Da zu erbringende Leistungen an Kunden oftmals vorfinanziert werden, sollten die entsprechenden Ausgangsrechnungen zur Steigerung der Liquidität möglichst zeitnah nach Leistungserbringung gestellt werden. Zudem sollten sich Unternehmer Gedanken über die Zahlungsmodalitäten ihrer Kunden machen (Zahlungsziel, Anzahlungen, etc.).

    • Der Prozess der Rechnungseingangsprüfung sollte in Bezug auf die materiell-rechtliche und formelle Beurteilung, ob ein Vorsteuerabzug erfolgen kann, möglichst beschleunigt werden, um zeitnah ab Rechnungseingang Vorsteuerbeträge in der laufenden umsatzsteuerlichen Erklärung geltend zu machen.

    Zudem beschloss die Bundesregierung weitere Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung. Zur Deckung von kurzfristigen Liquiditätsbedarf stehen mittelständischen und großen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe erweiterte Förderinstrumente zur Verfügung. So wurden die von der KfW bestehenden Förderprogramme ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Zusätzlich werden für alle Unternehmen bei der KfW Sonderprogramme aufgelegt. Ergänzend zum KfW-Angebot bieten auch die Landesförderinstitute zinsgünstige Betriebsmittelfinanzierungen an. 

    • Kurzarbeitergeld ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung, welche durch den Arbeitgeber beantragt wird. Der Antrag auf Kurzarbeitergeld muss innerhalb von drei Monaten durch den Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit eingereicht werden.

    Die Höhe des Kurzarbeitergeldes richtet sich danach, wie hoch der finanzielle Verlust nach Zahlung von Steuern für den Arbeitnehmer ist. Grundsätzlich werden 60 % des ausgefallenen Nettoentgeltes bezahlt. Sofern mindestens ein Kind mit im Haushalt lebt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 % des ausgefallenen Nettoentgelts. 

    Unter folgenden Voraussetzungen besteht Anspruch auf Kurzarbeit:

    • erheblicher Arbeitsausfall im Unternehmen,• Arbeitsausfall aus wirtschaftlichen Gründen,• Arbeitsausfall ist vorübergehend und nicht vermeidbar.

    Das Kurzarbeitergeld kann höchstens für 12 Monate bezogen werden.

    Bis Anfang April 2020 wird die Kurzarbeiterregelung, auf Grund der Corona-Epedemie, zielgerichtet angepasst. Dabei werden erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt: 

    • Absenkung des Quorums der von Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten im Betrieb auf bis zu 10 %
    • teilweiser oder vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden
    • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer 
    • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit (BA).

    Wenn Sie sich über die bereitstehenden Hilfsangebote informieren wollen, können Sie sich jederzeit an uns wenden. 

     

    • Lutz Schmidt
    • Steuerberater
    • SLR Consilium Steuerberatungsgesellschaft mbH
    • Bautzner Straße 47
    • 01099 Dresden
    • Deutschland
     Kontaktdaten

    +49 (0) 351 810 360 10 (Telefon)
    +49 (0) 351 810 360 19 (Fax)

    post@slr-consilium.de
    www.slr-consilium.de

     

     

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    Verfasser: Lutz Schmidt, Steuerberater
    04.04.2020 < Chronologie der Corona-Krise und andere Krisen in der Vergangenheit
    Information
    Zur Chronologie der Corona-Krise:
    • 3.1.2020: Ein Arzt (Li Wenliang) hört von dem Corona-Virus in China und will über ein soziales Netzwerk seine Studenten warnen. Die Polizei verbietet ihm das. Die Bevölkerung protestiert gegen die Vertuschungsversuche.
    • 5.1.2020: In China stirbt (angeblich)der erste Corona Patient.
    • 7.1.2020 Chinas Präsident Xi Jinping ändert die Strategie: keine Vertuschung mehr; er verkündet: Epidemie soll verhindert werden.
    • 23.1.2020: 830 bekannte Tode in Folge Corona in China. 11-Millionen-Stadt Wuhan wird abgeriegelt. Lockdown in der Provinz Hubei. 
    • 27.1.2020: Erster Corona-Fall in Deutschland bei Autozulieferer Webasto, dessen Werk in Wuhan tätig ist. Weitere Mitarbeiter der Firma erkranken.
    • 11.3.2020: US-Präsident Trump verhängt eine Einreisesperre für Europäer.
    • 12.3.2020: Größter Absturz der Börsenkurse weltweit in den letzten Jahrzehnten.
    • 15.3.2020: Lockdown in Italien, Spanien und Frankreich
    • 18.3.2020: In Deutschland sind alle Schulen geschlossen. Frau Merkel macht Fernsehansprache: "Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst." Corona ist die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg.
    • 23.3.2020: Kontaktverbot in Deutschland 
    • 23.3.2020: Beschlüsse der Bundesregierung mit Nachtragshaushalt und Rettungsschirm gegen Firmenpleiten
    • 27.3.2020 Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht
    • 30.09.2020: Insolvenzantragspflicht wird mit dem COVInsAG bis zum 30. September 2020 ausgesetzt (Beachte: Dies ist an drei Voraussetzungen geknüpft- Bitte lassen Sie diese prüfen und dokumentieren das. 
    • WIR BERATEN UND BEGLEITEN SIE IN DER KRISE
    Weitere KRISEN IN DER GESCHICHTE 


    Die Tulpenmanie von 1637
    Der erste geschichtlich erwähnte Weltwirtschaftskrise und Börsencrash ging von der damaligen Weltmacht Holland aus und wurde die „große Tulpenmanie“ genannt. Holland war der Weltmarktbeherrscher für den Tulpenhandel und für Tulpenzwiebeln. In Holland wurde schon damals auf Termin mit den asiatischen Importpflanzen spekuliert. Die Preise stiegen vor dem Crash astronomisch auf bis zu (umgerechnet)10.000 Euro pro Tulpenzwiebel mit besonders gutem Aussehen und möglichst seltener Farbzeichnung. 

    Tausende hatten ihr Vermögen in Tulpenzwiebeln investiert- vom Grafen bis zum einfachen Handwerker. 
    Viele glaubten daran, dass diese Preissteigerung immer anhält. 
    Höchstpreise für eine einzelne Tulpenzwiebel  stellten das 40-fache des Jahreseinkommens eines Zimmermannes dar. Dann stiegen immer mehr aus und wollten sich ihre Gewinne sichern. 

    Es entstand eine Verkaufspanik. 

    Am 05.02.1637 brachen innerhalb kürzester Zeit die Kurse für Tulpenzwiebel um über 90 % ein. Der Absturz der Preise stürzte viele Spekulanten und Kaufleute in den Konkurs. Auch Künstler spekulierten, profitierten und stürzten. Das bekannteste Opfer damals war der Maler Rembrandt, der in Konkurs fiel. Sein Haus wurde versteigert. Nach diesem Crash folgte eine Depression der Wirtschaft und riss große Teile von Hollands Wirtschaft in die Tiefe. Das goldene Zeitalter von Holland verblasste.

    Subprimekrise von 2007

    Die Finanzkrise begann im Sommer 2007 mit der sogenannten Subprimekrise. In den USA gab es über viele Jahre eine Immobilienblase- die Preise stiegen immer weiter, weil die Nachfrage nach Immobilen weiter angekurbelt wurde. Dann folgte jedoch der Absturz der Immobilienpreise, da mehr und mehr Kreditnehmer mit geringer Bonität ihre Hausdarlehn nicht mehr befriedigen konnten. Tausende von Objekten wurden zwangsversteigert. Die Preise rutschten in den "Keller". 
    Diese Subprimedarlehn an Tausende von Kunden wurden zusammengefasst als Finanzprodukte für Anleger. Hohe Renditeversprechen und tatsächlich jahrelange hohe Renditen machten viele Anleger blind. Der Preisverfall der Immobilien führte auch zu einem Absturz der Werte der Finanzprodukte. 
    Auch diejenigen, die die Produkte produziert haben, kamen in finanzielle Schwierigkeiten. Manche gerieten in die Insolvenz. 

    Die Investmentbank von Lehman Brothers brach am 15. September 2008 zusammen. 

    Gleichzeitig übernahm das zweitgrößte US-Institut Bank of Amerika Merrill Lynch. Sie galt als der nächste Problemfall der Wall Street (Handelsblatt Nr. 244 S. 25).

    Von der Subprime zur Finanzkrise

    Viele Banken -auch in Europa- hatten solche Produkte gekauft und wurden damit in den Strudel gezogen. So wurde aus der Subprimekrise eine weltweite Finanzkrise. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds beliefen sich die Verluste auf 1,3 Billionen.

    Weltfinanzkrise oder globale Finanzkrise bezeichnet eine globale Banken -und Finanzkrise als Teil der Weltwirtschaftskrise 2007. Als Beginn der Finanzkrise wird der 9. August 2007 festgemacht, denn an diesem Tag stiegen die Zinsen für Zwischenfinanzierungen sprunghaft an. 
    Ihren Höhepunkt hatte die Krise im Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehmann Brothers am 15. September 2008.
    Einige Banken wurden verstaatlicht und später geschlossen.

    Ab 2009 folgte die Eurokrise.
    Als ihr Auslöser gilt, dass die Bekanntgabe einer tatsächlichen Nettoneuverschuldung 2009 von 12 Prozent des BIP. 

    Folgen von Krisen:

    Folgen der Krisen sind oft viele Insolvenzen und Arbeitslose. Manche sehen nach dem Niedergang keinen Ausweg mehr - Beispiel: 

    Die Finanzkrise, Fehlspekulationen mit VW-Aktien und die Sorge um den Erhalt seiner Firmen hat den 1934 in Dresden geborenen Milliardär und Inhaber von Schlecker, Adolf Merckle, Anfang Januar 2009 in den Selbstmord getrieben. Nach dem Tod von Merckle erfolgte die Zerschlagung der Unternehmensgruppe. 

    Krisen sind auch Chancen. Wir stehen an Ihrer Seite.

     

    • Hermann Kulzer MBA
    • Fachanwalt für Insolvenzrecht
    • Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht 
    • Wirtschaftsmediator (Dresden International University)
    • Sachwalter, Eigenverwalter, 
    • Insolvenzverwalter, Sanierungsgeschäftsführer
    • 0351 8110233
    • Glashütter Straße 101 a
    • 01277 Dresden

     

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    Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt für Insolvenzrecht, Wirtschaftsmediator, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
    14.03.2020 < (Corona)KRISE ALS CHANCE FÜR NEUE KOMMUNIKATIONSFORMEN
    Information
    KRISE ALS CHANCE NEUER KOMMUNIKATIONSFORMEN

    I. Zoom Cloud Meetings-Video-Konferenz
    In Zeiten der beschränkten Mobilität und der hohen Ansteckungsgefahr sind Homeoffice, Social Distancing, Anpassungsfähigkeit, neue Geschäftsstrategien und neue Kommunikationstechnologien gefragt. Die Entscheidungsprozesse müssen beschleunigt und Geschäftspartner online perfekt vernetzt werden.
    Vorraussetzung dafür sind konvergente Netzwerke, mit denen Sprache, Daten und Video gemeinsam auf der Basis eines Internet-Protokolls übertragen werden können. 
    Den Kontakt zu Kollegen, Geschäftspartnern und Mandanten hält man jetzt am besten über eine Videochat-Anwendung. Wir nutzen unter anderem Zoom Cloud Meetings.
    Während den Meetings kann der Moderator seinen Bildschirm teilen oder auf das integrierte Whiteboard zurückgreifen. Die Kontrolle über Maus und Tastatur lässt sich dabei an andere Teilnehmer abgeben. Auch das Senden von Textnachrichten und Dateien ist möglich.

    Mehrere Teilnehmer können ihre Bildschirme gleichzeitig freigeben und für ein interaktiveres Meeting gemeinsam Anmerkungen machen.

    Es gibt End-to-End-Verschlüsselung für alle Besprechungen, rollenbasierte Benutzersicherheit, Kennwortschutz, Warteräume und Warteschleife.

    Vorteile dieser Kommunikationsform:
    • Verringerung der Corona-Ansteckungsgefahr
    • Einsparung von Reisekosten
    • erhöhte Produktivität infolge eingesparter Reisezeit 
    • Beschleunigung von Entscheidungsprozessen
    • Zusammenarbeit geografisch verteilter Netzwerkpartner
    • CO2-Einsparung durch die reduzierten Reisen
    • Erhöhung der Produktivität 
    Zu II. Mediation/ Wirtschaftsmediation

    Für die Klärung von Konflikten gibt es auch eine andere Form, die sich in Deutschland nie richtig etablieren konnte, da die Menschen bisher lieber ihre Konflikte vor Gericht austragen wollten.

    IST DIE ZEIT JETZT REIF FÜR EINE UMSTELLUNG DER STREITKULTUR und sind SIE es auch?

    Die außergerichtliche Mediation ist eine Art Schlichtung oder Moderation mit Hilfe eines neutralen, unabhängigen Mediators, den die beiden Konfliktparteien auswählen.
    Wann und wo man sich trifft, oder wie man kommuniziert, ist völlig offen.
    Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben. Man muss sich nicht einmal gleichzeitig persönlich zu einer Verhandlung treffen. Dies kann also auch versetzt stattfinden- oder gleich per Videokonferenz in gut ausgestatteten Mietoffices am Flughafen o.ä. oder Sie verfügen schon über eine Videokonferenztechnik.
    Es gibt heute die Möglichkeit, sich wechselseitig bei professionellen Anbietern solcher Technik anzumelden und dann zuzuschalten.
    Man kann im Rahmen der Mediation alle erwünschten Techniken der Kommunikation einsetzen.
    Wichtig ist, dass die Technik im vorliegenden Fall von allen Parteien praktisch einsetzbar ist.

    Nutzen Sie daher Ihre Zeit und schonen Ressourcen: 

    Klären Sie Ihre Konflikte außergerichtlich mit Hilfe eines Mediators.

    FAZIT: 
    1. KRISEN UND KONFLIKTE lassen sich 
    2. durch den klugen Einsatz von Techniken 
    3. BESSER UND SCHNELLER klären.

    ICH UNTERSTÜTZE SIE GERNE. 
    • Hermann Kulzer, MBA
    • Fachanwalt für Insolvenzrecht
    • Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht
    • Wirtschaftsmediator (DIU)
    • Kulzer@pkl.com
    • www.insoinfo.de
    • www.pkl.com
    • 0351/ 8110233


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    Verfasser: Hermann Kulzer MBA Fachanwalt

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